AKTUELL

AKTUELLE PROJEKTE

HDI Versicherungskonzern Köln / Hannover:
Umsetzung des Kunstkonzepts BACK TOGETHER
– quartalsweise Kooperationen mit KünstlerInnen
– temporäre Kunstinstallationen im Hauptgebäude des Unternehmens in Hannover
– Artist Talks
– Workshops in Kooperation mit den KünstlerInnen
– Umsetzung virtueller Vermittlungsangebote
– Mediale Dokumention und Vermittlung
– Kunstführungen durch die bestehende Sammlung
– Konzeption und Durchführung Podcast-Formate zu Kunstthemen
– Kunstmanagement der bundesweiten Unternehmenssammlung

Linda Nadji, MEANWHILE, Installation 2022 © Linda Nadji Linda Nadji, MEANWHILE, Installation 2022 © Linda Nadji Linda Nadji, Baggage, 2022 © Linda Nadji
© Fotografien und Werke: Linda Nadji

Ab Ende März 2022 wird das Verwaltungsgebäude des HDI Hannover Schauplatz besonderer Gastauftritte: HDI hat ab 2022 in Kooperation mit ZERO FOLD ein neues Kunstkonzept zur Bespielung des Atriums entwickelt. Statt klassischer Kunstausstattung in Form von Bildwerken an den Wänden starten quartalsweise Kooperationen mit zeitgenössischen KünstlerInnen: Es werden temporär Kunstinstallationen am HDI-Platz realisiert, begleitet von Veranstaltungsformaten in Zusammenarbeit mit dem X-Hub, die den MitarbeiterInnen des Unternehmens Gelegenheit zum persönlichen Austausch mit den Gästen geben.

Neben der Ausstellung der Kunstwerke für je drei Monate finden statt:

  • ArtTALX: Im Intranet gestreamte KünstlerInnengespräche als zweistündige Publikumsveranstaltung
  • ArtWORX: Halbtägige Workshop-Formate mit den KünstlerInnen
  • ArtWALX: Kunstführungen mit Birgit Laskowski zur Vermittlung der Gastkunstwerke im Rahmen der bestehenden Kunstsammlung

Alle Komponenten des Programms erzielen unter der Prämisse „Back together“ die aktive Beteiligung der MitarbeiterInnen und ein lebendiges, interaktives und spannendes Kommunikationsangebot. Den Start macht die deutsch-iranische Künstlerin Linda Nadji, die im Atrium des repräsentativen Gebäudes des Architekten Christoph Ingenhoven zwei Werkgruppen zeigen wird: Die Installation MEANWHILE aus zwei goldlackierten Hochsitzen und mehrere Betonobjekte der Serie BAGGAGE.

Linda Nadji, geboren 1972 in Teheran, Iran, lebt und arbeitet in Köln. Ihre künstlerische Praxis bewegt sich an den Schnittstellen zwischen Bildhauerei, Installation und Performance. In ihren raumbezogenen Arbeiten nimmt sich Nadji gegebener Situationen an, greift über teils marginale Transformationen in diese ein und verändert so gewohnte Sichtweisen. Hierbei entstehen neue Raumbilder, die den Blick von einer ursächlichen Funktion entfernen, den Fokus auf die Form und das Material richten und auf diesem Wege neue Perspektiven auf Gewohntes eröffnen. Seit 2015 nimmt eine performative Praxis einen wichtigen Teil in ihrer künstlerischen Arbeit ein, die dem Verhältnis von Körper und Bewegung in Hinblick auf Skulptur und Raum nachgeht.

Die Künstlerin absolvierte von 1994–1997 ein Designstudium an der Fachhochschule Aachen, im Anschluss 1998–2001 eine Schauspielausbildung am Zentrum für Schauspiel & Tanz, Köln. Danach studierte sie von 2006–2011 an der Kunstakademie Düsseldorf bei Helmut Federle, Hubert Kiecol und Rita McBride. Neben Einzel- und Gruppenausstellungen in Galerien, Ministerien und Kunstinstitutionen erhielt sie zahlreiche Förderungen und Auslandsstipendien, z.B. 2019 ein Reisestipendium nach Tiflis, Georgien und Jerewan, Armenien. Außerdem engagiert sich Linda Nadji schon lange selbst als Ausstellungskuratorin in Non-Profit-Kontexten und Projekträumen.

28.03. bis 30.06.2022
Im Atrium am HDI Platz realisiert die Künstlerin die Aufstellung mehrerer ihrer Betonobjekte der Serie BAGGAGE, die entweder einzeln, fast wie beiläufig abgestellt, oder auch als Gruppe wie die Gepäckstücke von Geschäftsreisenden überraschende Irritationsmomente im Empfangsbereich des Konzern herstellen. Gleichzeitig „schweres Gepäck“, aber auch einer Boje oder einem Anker ähnelnd, vereinen diese Betonkoffer Aspekte von Abschied und Ankunft, von Ballast und von Hoffnung.

Diese eher leise skulpturale Intervention BAGGAGE der Künstlerin wird ergänzt durch die Aufstellung ihrer großformatigen Installation MEANWHILE: Zwei industriell vorgefertigte, DIN geprüfte Hochsitze aus filigranem Metallgestänge, sozusagen als ein „Ready Made“, das die Künstlerin golden lackiert hat, werden einander gegenüber aufgestelltt.

Anlässlich des Gesprächs mit der Künstlerin, das in luftiger Höhe auf den Hochsitzen durchgeführt wird, werden die verschiedenen Konnotationen der erhöhten „Position“ – Hierarchie, Inthronisierung, Perspektivwechsel – und viele weitere Aspekte, die innerhalb der Strukturen eines Unternehmens wie HDI wirksam sind, spielerisch und humorvoll thematisiert und hinterfragt.

WEITERE PROJEKTE 2022

Deutsche Telekom AG und
Kasino-Gesellschaft Leverkusen:
Diverse Veranstaltungen, Vortrags- und Workshopformate in Kooperation mit KünstlerInnen und Auktionshäusern

Fachbereiche Kultur der Kommunen Bielefeld und Gütersloh:
– Erstellung von Informationstexten zu Kunstwerken im öffentlichen Raum für die Online-
Portale und -Karten der Städte
– Basisrecherchen zur Erstellung eines Pflegeplans für die Werke in Zusammenarbeit mit den städtischen Ämtern
– Vermittlung stadtspezifischer Kunstkonzepte in die Politik

Darüber hinaus:
– Koordination Ausschreibung, Jurierung und Planung der Kölner Ausstellung Update Cologne #06/2023
Konzeption und Umsetzung VIP-Programm und
öffentliche Galerieführungen DC Open
– Beratende Mitarbeit Kunstbeirat Köln

 

UPDATE COLOGNE #05 CHRISTINE REIFENBERGER@ C. ReifenbergerUPDATE COLOGNE #05 CHRISTINE REIFENBERGER@ C. ReifenbergerUPDATE COLOGNE #05 CHRISTINE REIFENBERGER@ C. ReifenbergerUPDATE COLOGNE #05 CHRISTINE REIFENBERGER@ C. Reifenberger

UPDATE COLOGNE #05
CHRISTINE REIFENBERGER
Presseinformation
Ausstellungsansichten © Christine Reifenberger


PROGRAMM IM PROJEKTRAUM:

Kündigungsbedingt schließt der Projektraum an der Albertusstraße 4 zum Ende des Jahres 2021. Postalische Sendungen bitte ab 2022 an die nebenstehende Anschrift in der Dasselstraße senden, danke!
Im Projektraum ZERO FOLD erweiterte Birgit Laskowski von 2017 bis 2021 ihre Tätigkeit als Kuratorin und Kunstvermittlerin durch ein regelmäßiges Ausstellungsprogramm, begleitet von Performances, Künstlergesprächen und Buchvorstellungen. Nach der ursprünglichen Gründung 2009 (bis 2012 in der Gladbacherstraße 50 und im Anschluss an verschiedenen Stationen) wurde ZERO FOLD 2017 in der Albertusstraße 4 wiedereröffnet, einem Kunststandort mit Tradition seit den 1990erJahren.
‚Reduced to the max‘ – die nur 8 qm große begehbare Vitrine in belebter Lage verlangte pointierte ortsbezogene Präsentationen und förderte eine unmittelbare, spontane Kommunikation. In unmittelbarer Nachbarschaft zu den Buchhandlungen König, Bittner und zahlreichen Galerien situiert, trug ZERO FOLD dort als Non-Profit-Initiative zur Gestaltung eines lebendigen kulturellen Angebots bei. Der Display-Charakter der Räumlichkeit ermöglichte PassantInnen auch außerhalb der Öffnungszeiten einen Einblick in die Ausstellungen.
ZERO FOLD stellte die Arbeit junger KünstlerInnen und AbsolventInnen der Kunstakademien vor, aber auch ältere Positionen und realisierte jährlich zu bis zu 10 Ausstellungen und Veranstaltungen. Neben der manifesten Örtlichkeit öffnete ZERO FOLD mit der Herausgabe eines Flyers, des sog. ZERO FOLDERs, einen zusätzlichen Raum, der den KünstlerInnen zur Gestaltung zur Verfügung gestellt wurde.
ZERO FOLD = Nullfach (Geometrie), Falte, Falz, Schoß versteht sich als Freiraum und Möglichkeitsfeld für zeitgenössische Kunst – ohne fest definierte inhaltliche Ausrichtung. Der dialogische Prozess dieser Namensfindung gemeinsam mit dem Künstler Andreas Gehlen bleibt weiterhin bestimmend für wechselnde Kooperationen mit KünstlerInnen, KuratorInnen, Verlagen, Galerien und Institutionen, die auch nach der (durch die Kündigung des Mietverhältnisses begründeten) Schließung des Raumes Ende 2021 in anderen Formaten und bis auf weiteres ohne feste Lokalität weitergeführt werden.

Archiv aller Ausstellungen im Projektraum unter »Ausstellungen«


REGIOPOLE-NETZWERK »KUNST IM ÖFFENTLICHEN RAUM«


In Kooperation mit den Kulturdezernaten Bielefeld und Gütersloh sowie der Kultur Herford gGmbH erarbeitet ZERO FOLD städtische Konzepte zum Thema »Kunst im öffentlichen Raum« mit den drei Kommunen und koordiniert den Ausbau von Erfassungssystemen und Vermittlungsprogrammen. Im Rahmen des ersten Symposiums des Regiopole-Netzwerks »Kunst im öffentlichen Raum in Bielefeld, Gütersloh und Herford« fand Ende Oktober 2021 im Vortragssaal der Kunsthalle Bielefeld eine Podiumsdiskussion mit dem Titel »Wem gehört der öffentliche Raum?« zu themenbezogenen Fragestellungen statt.
Nähere Infos und Stream der Veranstaltung siehe bitte unter »Gesprächsformate«

Presseinformation


ZEIGEN UND SPRECHEN: »ZERO FOLD GUCKT FREMD«

Foto: Birgit Laskowski, mit freundlicher Genehmigung von Sophie Ullrich und Achim Riechers (Eröffnung CAPUT. NARREN WACHSEN UNBEGOSSEN)

Allgemeine Infos zu den Kunstführungen siehe bitte unter »Kunstvermittlung«
Abb. © Birgit Laskowski, mit freundlicher Genehmigung von Sophie Ullrich und Achim Riechers

Sämtliche Texte auf der Webseite, auch Presseinformationen zu den Ausstellungen
© Birgit Laskowski, sofern nicht anders gekennzeichnet