AKTUELL

AKTUELLE KOOPERATIONEN

Seit Ende März 2022 ist das zentrale Verwaltungsgebäude des HDI in Hannover Schauplatz besonderer Gastauftritte: HDI hat in Kooperation mit ZERO FOLD ein neues Kunstkonzept zur Bespielung des Atriums entwickelt. Statt klassischer Kunstausstattung in Form von Bildwerken an den Wänden starten quartalsweise Kooperationen mit zeitgenössischen KünstlerInnen: Es werden temporär Kunstinstallationen am HDI-Platz realisiert, begleitet von Veranstaltungsformaten in Zusammenarbeit mit dem X-Hub, die den MitarbeiterInnen des Unternehmens Gelegenheit zum persönlichen Austausch mit den Gästen geben. Im Auftakt-Jahr des Programms sind Linda Nadji, Céline Berger und Alexandra Hopf zu Gast.

Neben der Ausstellung der Kunstwerke finden statt:

  • ArtTALX: KünstlerInnengespräche als offene Publikumsveranstaltung
  • ArtWORX: Interne Workshop-Formate mit den KünstlerInnen
  • ArtWALX: Kunstführungen mit Birgit Laskowski zur Vermittlung der Gastkunstwerke im Rahmen der bestehenden Kunstsammlung

Friday_Dress © Alexandra Hopf

ALEXANDRA HOPF BESPOKE WORKWEAR Installation vom 29.9. bis 14.12.2022

Alexandra Hopf (https://www.alexandrahopf.com/) ist in Kassel geboren, hat von 1990–96 an Kunstakademie Düsseldorf studiert, sie lebt und arbeitet in Berlin. Neben Auslandsstipendien (Schweiz, Mallorca, Miami, Los Angeles u.a.) hat die Künstlerin an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland teilgenommen, jüngst war sie mit mehreren Werken in der Gruppenshow Modebilder – Kunstkleider in der Berlinischen Galerie vertreten und hat als Autorin und Herausgeberin mehrere Künstlerbücher publiziert sowie Filmproduktionen realisiert.

Alexandra Hopf versteht Mode als eine Metapher für die Konstruktion von Geschichte. In ihren installativen Arbeiten untersucht sie die Konstruktion von (Kunst-)Geschichte, indem sie faktisches, d. h., originales, und imaginatives, also von ihr selbst erschaffenes Material zu einem vielseitigen Gewebe verwebt. Objekte verschiedener Medien – Kleidung, Malerei, Film und Fotografie – tauchen in ihrem Werk in Rück- und Vorblenden in Vergangenheit und Zukunft auf und intervenieren in die Vorstellung eines linearen Geschichtsverlaufs und die Logik der Ereignisse.
Die Künstlerin setzt sich immer wieder mit Modellen von „Arbeitskleidung“ auch im künstlerischen Kontext auseinander, beschäftigt sich mit historischen Vorbildern von „Künstlerarbeitskleidung“ oder der geistig aufgeladenen Weiterentwicklung von Alltagsbekleidung in den künstlerischen Avantgarde-Bewegungen – als Gewand für den „neuen Menschen“, sei es von Ljubow Sergejewna Popowa, Alberto Giacometti oder der legendäre Overall „Siren Suit“ von Winston Churchill und überführt diese Modelle in zeitgenössische Interpretationen. Am Beispiel des Arbeitsanzugs von Alexander Rodtchenko wird mit den Modellen „Bespoke Pinstripe“ und „Casual Pirate“ ein Update des historischen Modells vorgeschlagen, das Varianten zwischen „offizieller, eleganter” und eine „casual“ Version (fürs Homeoffice) durchspielt. Außerdem kreiert die Künstlerin mit “8-Caps-a-Week” eine zeitgemäße Unisex-Kopfbedeckung für jeden Wochentag. Diese Kleidungstücke werden an Schaufensterpuppen beim Wasserlauf installiert, sowie in der Vitrine am Nebeneingang des Atriums dazu passende, zeitgenössische und modische Accessoires präsentiert, z.B. ein Fanschal und Baseballcaps. Rekonstruktionen historischer Plakate in Anlehnung an Entwürfe des Konstruktivismus verankern diese Zubehörteile in den geschichtlichen Kontext zurück. So changiert die Präsentation der Künstlerin zwischen Modeschau, Moodboard und musealer Dokumentation. Der Titel „Bespoke Workwear“ (bespoke = maßgeschneidert) ist gleichzeitig der Name des künstlerischen Kleidungs-Labels, das Alexandra Hopf entwickelt hat.

Ausstellungsansichten und Werke © Alexandra Hopf

LAUFENDE PROJEKTE 2022

HDI Versicherungskonzern Köln / Hannover:
Umsetzung des Kunstprogramms im Atrium HDI Platz 1 Hannover
– quartalsweise Kooperationen mit KünstlerInnen
– temporäre Kunstinstallationen im Hauptgebäude des Unternehmens in Hannover
– Artist Talks
– Workshops in Kooperation mit den KünstlerInnen
– Umsetzung virtueller Vermittlungsangebote
– Mediale Dokumention und Vermittlung
– Kunstführungen durch die bestehende Sammlung
– Konzeption und Durchführung Podcast-Formate zu Kunstthemen
– Kunstmanagement der bundesweiten Unternehmenssammlung

© Fotografien und Werke: © Linda Nadji, Installationen MEANWHILE und BAGGAGE, März bis Juni 2022

AUSSERDEM:

Persönliche VIP-Führungen,
Planung und Koordination öffentliche Führungen im Rahmen von DC Open

Deutsche Telekom AG und
Kasino-Gesellschaft Leverkusen:
Diverse Veranstaltungen, Vortrags- und Workshopformate in Kooperation mit KünstlerInnen, Galerien und Auktionshäusern

Fachbereiche Kultur der Kommunen Bielefeld und Gütersloh:
– Erstellung von Informationstexten zu Kunstwerken im öffentlichen Raum für die Online-
Portale und -Karten der Städte
– Entwicklung von Pflegeplänen für die Werke in Zusammenarbeit mit den städtischen Ämtern
– Vermittlung stadtspezifischer Kunstkonzepte in die Politik

Darüber hinaus:
– Koordination Ausschreibung, Jurierung und Planung der Kölner Ausstellung Update Cologne #06/2023
Konzeption und Umsetzung VIP-Programm und
öffentliche Galerieführungen DC Open
– Beratende Mitarbeit Beirat Faber-Kunstwerk
– Stellvertretender Vorsitz im Kunstbeirat Köln

PROGRAMM IM PROJEKTRAUM:

Kündigungsbedingt schließt der Projektraum an der Albertusstraße 4 zum Ende des Jahres 2021. Postalische Sendungen bitte ab 2022 an die nebenstehende Anschrift in der Dasselstraße senden, danke!
Im Projektraum ZERO FOLD erweiterte Birgit Laskowski von 2017 bis 2021 ihre Tätigkeit als Kuratorin und Kunstvermittlerin durch ein regelmäßiges Ausstellungsprogramm, begleitet von Performances, Künstlergesprächen und Buchvorstellungen. Nach der ursprünglichen Gründung 2009 (bis 2012 in der Gladbacherstraße 50 und im Anschluss an verschiedenen Stationen) wurde ZERO FOLD 2017 in der Albertusstraße 4 wiedereröffnet, einem Kunststandort mit Tradition seit den 1990erJahren.
‚Reduced to the max‘ – die nur 8 qm große begehbare Vitrine in belebter Lage verlangte pointierte ortsbezogene Präsentationen und förderte eine unmittelbare, spontane Kommunikation. In unmittelbarer Nachbarschaft zu den Buchhandlungen König, Bittner und zahlreichen Galerien situiert, trug ZERO FOLD dort als Non-Profit-Initiative zur Gestaltung eines lebendigen kulturellen Angebots bei. Der Display-Charakter der Räumlichkeit ermöglichte PassantInnen auch außerhalb der Öffnungszeiten einen Einblick in die Ausstellungen.
ZERO FOLD stellte die Arbeit junger KünstlerInnen und AbsolventInnen der Kunstakademien vor, aber auch ältere Positionen und realisierte jährlich zu bis zu 10 Ausstellungen und Veranstaltungen. Neben der manifesten Örtlichkeit öffnete ZERO FOLD mit der Herausgabe eines Flyers, des sog. ZERO FOLDERs, einen zusätzlichen Raum, der den KünstlerInnen zur Gestaltung zur Verfügung gestellt wurde.
ZERO FOLD = Nullfach (Geometrie), Falte, Falz, Schoß versteht sich als Freiraum und Möglichkeitsfeld für zeitgenössische Kunst – ohne fest definierte inhaltliche Ausrichtung. Der dialogische Prozess dieser Namensfindung gemeinsam mit dem Künstler Andreas Gehlen bleibt weiterhin bestimmend für wechselnde Kooperationen mit KünstlerInnen, KuratorInnen, Verlagen, Galerien und Institutionen, die auch nach der (durch die Kündigung des Mietverhältnisses begründeten) Schließung des Raumes Ende 2021 in anderen Formaten und bis auf weiteres ohne feste Lokalität weitergeführt werden.

Archiv aller Ausstellungen im Projektraum unter »Ausstellungen«


REGIOPOLE-NETZWERK »KUNST IM ÖFFENTLICHEN RAUM«


In Kooperation mit den Kulturdezernaten Bielefeld und Gütersloh sowie der Kultur Herford gGmbH erarbeitet ZERO FOLD städtische Konzepte zum Thema »Kunst im öffentlichen Raum« mit den drei Kommunen und koordiniert den Ausbau von Erfassungssystemen und Vermittlungsprogrammen. Im Rahmen des ersten Symposiums des Regiopole-Netzwerks »Kunst im öffentlichen Raum in Bielefeld, Gütersloh und Herford« fand Ende Oktober 2021 im Vortragssaal der Kunsthalle Bielefeld eine Podiumsdiskussion mit dem Titel »Wem gehört der öffentliche Raum?« zu themenbezogenen Fragestellungen statt.
Nähere Infos und Stream der Veranstaltung siehe bitte unter »Gesprächsformate«

Presseinformation


ZEIGEN UND SPRECHEN: »ZERO FOLD GUCKT FREMD«

Foto: Birgit Laskowski, mit freundlicher Genehmigung von Sophie Ullrich und Achim Riechers (Eröffnung CAPUT. NARREN WACHSEN UNBEGOSSEN)

Allgemeine Infos zu den Kunstführungen siehe bitte unter »Kunstvermittlung«
Abb. © Birgit Laskowski, mit freundlicher Genehmigung von Sophie Ullrich und Achim Riechers

Sämtliche Texte auf der Webseite, auch Presseinformationen zu den Ausstellungen
© Birgit Laskowski, sofern nicht anders gekennzeichnet